Ausstellung | Design

04.07.10 - 17.10.10 Krefeld (de)

Kunst mit Reißverschluss

The zip association

Am Anfang stand zunächst ein simpler Reißverschluss, über den 65 internationale Künstlerausvöllig unterschiedlichen Perspektiven kreativ sinnierten. Das verblüffende Ergebnis dieser gedanklichen Klausur schlägt sich jetzt ineiner Auswahl von über 40 phantasievollen Exponaten nieder, die in der Ausstellung„The-zip-association“, ab Sonntag, 4. Juli im „Haus der Seidenkultur“ (HdS) auf der Luisenstraße 15 in Krefeld (in Nähe des Hauptbahnhofs) zu sehen sind.

Damit ist die ehemalige Paramentenweberei Hubert Gotzes die erste Einrichtung, die dieses Projekt von Ursula Pahnke-Felder der Öffentlichkeit vorstellen kann. Die in den Niederlanden lebende deutsche Künstlerin und Diplom-Designerin Ursula Pahnke-Felder hatte die Idee,  Kunstaktionen rund um Alltagsgegenstände zu konzipieren. Partner des Kunstprojektes ist die „virtuelle-galerie.de“.

Bei der ersten realen Ausstellung im HdS nimmt der Siegeszug des Reißverschlusses, der 1923 in der Wuppertaler Firma RiRi begann, völlig neue Dimensionen an: „Ökumene“ hat beispielsweise die Moerser Diplom-Designerin Ingeborg Schmidthüsen ihren Beitrag genannt. „Ich habe ein altes Buch - Die Katholische Kirche  - ausgewählt, um es symbolisch durch Auffalten der einzelnen Seiten zu öffnen, wobei der Reißverschluss die Bruchstelle, das Trennende, aber auch das Verbindende aller christlichen Gemeinschaften symbolisieren soll“, erklärt sie ihr Exponat.  

Als „Ausnahmetalent in der Kunstszene“ gilt Julian Schäfer aus Frankfurt. Gerade mal 20jährig, ist der Student der Uni Darmstadt bei „Zip“ der jüngste Akteur, der bereits als 13jähriger internationale Ausstellungen bestückte. In Krefeld zeigt er zwei Hälften eines  Porzellantellers, der mittels eines Reißverschlusses zu einem Ganzen werden kann: Na dann, „Guten Appetit“, so auch der Titel seines Werkes mit Motiven von Keith Haring, das Kritiker als eine „starke und fröhliche Arbeit einstufen“.      

Mit einem  kleinen Playmobil-Männchen, das mit einem goldenen Rasenmäher (dem Schieber) den goldenen Rasen (die Metallzähne des Reißverschlusses) mäht, wird Katharina Schellenberger den Besuchern sicher weitaus mehr als nur ein Lächeln entlocken. Die Wahl-Münchenerin, die an der dortigen Maximilian-Universität ihr Staatsexamen zum Doktor ablegte, hat sich mit Ausstellungen in vielen Ländern Europas bereits einen guten Namen gemacht. Gleiches gilt für Arjen Markenstein aus den Niederlanden oder der Schweizerin Edith Ambühl, die mit ihren Exponaten bereits in Ausstellungen bis Brasilien vertreten war und dort die Kunstszene überraschte.  

Überrascht werden die Besucher der „The-zip-association“ mit Sicherheit mit Blick auf die so völlig unterschiedlich angeordneten Exponate sein; sowohl was deren Ausarbeitung, als auch Größe und die Auswahl der kontrastreichen Materialien betrifft. Das breite Spektrum der bunten Ideenvielfalt der Künstler wird indes vom Thema - Reißverschluss - im wahrsten Sinne des Wortes miteinander verzahnt.   Bei einem Teil der Ausstellungsstücke ist Berühren übrigens ausdrücklich erlaubt.  Damit die Besucher mittels eines realen Reißverschlusses „ihr eigenes Kunstwerk öffnen können“, wie Hansgeorg Hauser, Vorsitzender vom Haus der Seidenkultur, für die lebendige Ausstellung wirbt, die ab Sonntag, 4. Juli, ab 14 Uhr, für die Besucher des Krefelder Industriedenkmals geöffnet ist.


„The-zip-association“ läuft bis zum 17. Oktober 2010 und ist in dieser Zeit jeweils am 1. und 3. Sonntag eines Monats von 14 bis 18 Uhr; sowie  jeden 4. Donnerstag von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Individuelle Führungen können unter Tel. 02151-510812 angefragt werden.

Schindler (DE) - 01.08.10 OID24419

Infobox: The zip association

Design - 04.07.10 - 17.10.10

Haus der Seidenkultur
Luisenstraße 15
47799 Krefeld (de)
Tel.: +49(0)2151 510812
Fax: +49(0)2151 541042
Mail:
Web: http://www.seide-krefeld.de

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